Für Martin Waßmer entsteht großer Wein nicht allein durch perfekte Arbeit im Weinberg und Keller. Demut, Leidenschaft, Hingabe und ein kompromissloser Blick auf jedes Detail gehören für ihn ebenso dazu. Oder anders gesagt: Es ist die Liebe zum Wein, die bereits im Weinberg beginnt. Seit 1997 baut Martin Waßmer seine Weine selbst aus. Von Anfang an war die große Leidenschaft für das Burgund ein wichtiger Teil seiner Philosophie. Alte Reben, hervorragende Parzellen und eine konsequent qualitätsorientierte Bewirtschaftung bilden die Grundlage für einen unverwechselbaren Stil: kraftvoll und tiefgründig, gleichzeitig präzise, elegant und von der jeweiligen Herkunft geprägt. In ausgewählten Parzellen stehen bis zu 10.000–12.000 Rebstöcke pro Hektar, bei Erträgen von lediglich rund 40 hl/ha – Dimensionen, die an große burgundische Domaines erinnern. Auch im Keller bleibt Waßmer dieser Philosophie treu: hochwertige Barriques renommierter burgundischer Küfer, spontane Gärung und lange Reifezeiten geben den Weinen Zeit, Tiefe und Struktur zu entwickeln.
Alkohol 13,5%, trocken
Der Dottinger Castellberg gehört zu den herausragenden Pinot-Noir-Lagen im Sortiment von Martin Waßmer. Der 2022er verbindet beeindruckende Konzentration mit Eleganz, Finesse und der burgundisch geprägten Handschrift des Weinguts. In der Nase feine Aromen von Süßkirsche, Himbeere und Sauerkirsche, begleitet von dezenten Röstaromen und eleganter Holzwürze. Am Gaumen saftig und präzise mit reifer Beerenfrucht, feinkörnigem Tannin und bemerkenswerter Tiefe. Das Holz ist hervorragend eingebunden und gibt dem Wein zusätzliche Struktur, ohne die Frucht zu überdecken. Mit Luft öffnet er sich zunehmend und zeigt immer neue Facetten. Ein komplexer, eleganter Pinot Noir mit großer Länge und ausgezeichnetem Reifepotenzial. Für mich persönlich gehört der Dottinger Castellberg zu den besten Spätburgundern Badens – ein großer Pinot Noir mit burgundischer Seele und unverkennbarer Herkunft.