Mit gerade einmal 17 Jahren vinifizierte Orlando Rocca 2020 seinen ersten eigenen Wein – und das ausgerechnet in Bussia, einer der berühmtesten Barolo-Lagen von Monforte d’Alba. Weinbau liegt in der Familie: Orlando ist der Neffe des verstorbenen Domenico Clerico, einer der prägenden Persönlichkeiten des modernen Barolo. Doch statt lediglich in große Fußstapfen zu treten, entwickelt Rocca bereits in jungen Jahren eine eigene Handschrift. Seine Nebbiolo-Weine verbinden die klassische Struktur und Tiefe der Langhe mit Präzision und einer bemerkenswerten Eleganz. Internationale Fachmedien wie Decanter beobachten seine Entwicklung bereits aufmerksam. Besonders der Barolo Bussia „Sprun“ zeigt, welches Potenzial hier vorhanden ist. Für mich eine der spannendsten Entdeckungen der letzten Jahre im Piemont.
Decanter über Orlando Rocca: Einer der Namen, die man in Barolo unbedingt im Auge behalten sollte – seinen ersten Barolo erzeugte er 2020 im Alter von nur 17 Jahren.
Alkohol 14%, trocken
Schon die Herkunft macht diesen Langhe Nebbiolo außergewöhnlich: Die Trauben stammen aus einer Parzelle in Bussia di Monforte d’Alba auf rund 400 Metern Höhe – also aus Barolo-Terroir. Die noch jungen Nebbiolo-Reben wurzeln auf einer dünnen Sandschicht über blauem Tuff und weiteren Sandschichten. Durch konsequente Ertragsreduzierung erreicht Rocca bereits bei diesen jungen Reben eine bemerkenswerte Konzentration. Das Ergebnis ist deutlich mehr als ein unkomplizierter Einstiegs-Nebbiolo. Neben der typischen Frische und Säure besitzt der Wein ungewöhnlich viel Struktur, Farbe und Tannin. Die Frucht wirkt reif und konzentriert, gleichzeitig bewahrt der Wein die Eleganz und Spannung des Nebbiolo. Eigentlich ein Langhe Nebbiolo – von Herkunft, Struktur und Anspruch aber schon erstaunlich nah an der Barolo-Welt. Ein großartiger Einstieg in die Weine von Orlando Rocca.